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Börgermoor zweitstärkste Schule Niedersachsens
28. März 2011
     
     
 

Wie schon im Jahr 2007 hat die Schule Börgermoor am Wettbewerb "Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen." teilgenommen. Im Jahr 2007 kam damals völlig überraschend ein 3. Platz auf Landesebene Niedersachsen heraus, dotiert mit 2000 Euro. Diesmal sollte unsere Schule noch eine Steigerung erfahren. Nach großem Zittern - die Bekanntgabe der Gewinnerschulen erfolgte in Hannover im Leibnizhaus neben dem Landtag - wurde schließlich unsere Platzierung bekanntgeben: 2. Landessieger. Neben viel Applaus durfte UNSERE STARKE SCHULE auch einen Scheck über 3500 Euro mit ins Emsland nehmen (siehe auch: Pressebericht Niedersächisches Kultusministerium/Starke Schule und Ems-Zeitung).

 

 
 
v.l.n.r.: Maren Hullen (Gemeinnützige Hertie-Stiftung), Jan ter Horst (Nieders. Kultusministerium), Wilhelm Schröder (Lehrer, Börgermoor), Gaby Albers (Schülerin, Börgermoor), Marlehn Thieme (Deutsche Bank AG), Dr. Thomas Müller (Bundesagentur für Arbeit), Dr. Peter Engelen (Unternehmerverbände Nieders. e.V.) - Foto Herr Schepers


 
 

Vor den Erfolg hatten die Götter auch hier den Schweiß gesetzt. Durch die Teilnahme im Jahr 2007 und den vielen anschließenden Netzkonferenzen in Berlin hatte unsere Schule gelernt, worauf es heute bei der Schulausbildung junger Hauptschüler aber auch Realschüler ankommt: die praktische Ausbildung schon während der Schulzeit sollte insbesondere nach Meinung der vielen Experten aus Wirtschaft und Politik möglichst früh und intensiv in den Schulalltag eingebunden werden. Wir haben daraufhin Kontakte geknüpft zu Ausbildungsbetrieben vor Ort, wie z.B. zu den Firmen Jansen Holding GmbH, Emsländer Baustoffwerke GmbH & Co. KG, Fa. ME (Martin Eckholt) Fenster- und Fassadenbau, Fa. Husen Stahlbau GmbH, Borchers Straßen- und Landschaftsbau GmbH oder aber auch zum Versicherungsbüro Ortmann, zur Ahorn-Apotheke oder zum Elektrobetrieb Papen. Wir haben die Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen Papenburg mit Kooperationsverträgen enorm verstärkt und die Zusammenarbeit mit der Johannesburg vor Ort auf eine praktische Ebene gesetzt. Als dann alles erfolgreich seinen Lauf nahm, hat sich der Schulleiter Herr Kobus für eine erneute Teilnahme am Wettbewerb entschieden. Auf über 40 DIN-A-4-Seiten wurde unsere Entwicklung dokumentiert und der Hertie-Stiftung zugesandt.

Schon bald bekamen wir Nachricht, dass wir ein weiteres Mal mit unserer Bewerbung die Jury überzeugt hatten. Um jedoch diesmal in die engere Asuwahl zu kommen, bedurfte es einer Inspektion durch drei ausgesuchte Vertreter von Wirtschaft und Schule, die sich vor Ort ein genaues Bild über unsere Arbeit machen wollten. Im November haben sich dann 3 Landesjury-Mitglieder einen ganzen Tag lang in unserer Schule umgesehen und diese in der Tat von oben bis unten durchleuchtet. Schon das Abschlussgespräch signalisierte uns dann, dass die Herren nicht nur von der Theorie in unserer Bewerbung sondern auch von der praktischen Arbeit im Schulort äußerst angetan waren. So kam auch diesmal Hoffnung auf, dass wir eventuell wieder zu den 10 besten Schulen Niedersachsens gehören könnten.

Wenig später kam dann die Einladung nach Hannover und die Aufforderung, unsere Schule dort durch einen kleinen Beitrag allen geladenen Schulen und Gästen vorzustellen. Das nährte natürlich die Hoffnung, auf einen der ersten 3 Plätze gelandet zu sein, die mit einem Geldpreis verbunden sind.

In mühseliger Kleinarbeit haben unsere Schüler dann einen gut 2,50 m hohen Baum an den Berufsbildenden Schulen Papenburg angefertigt, unter Anleitung des Fachpraxislehrers Herrn Hermann Hensen. Unser Kunstlehrer Herr Steinfels hat dann mit Schülern Blätter und Äpfel gezaubert, die Symbole für besonders aussagekräftige Themenbereiche unserer Schule darstellen sollten. So entschlossen wir uns, die Bereiche Sozialarbeit, Integration, Verantwortung, Praktika, Profile, Kooperation und Kreativität als besondere Aushängeschilder unserer Schule zu präsentieren. Schnell waren auch die Schüler gefunden, die diese jeweiligen Bereiche mit ein paar kurzen und prägnanten Sätzen vorstellen sollten. Wir hatten insgesamt nur fünf Minuten dafür zur Verfügung. Patrick Schulte als stellvertretender Schulsprecher sollte die Sozialarbeit vorstellen, Kai Niekamp als Schüler der Johannesburg unsere Integrationsbemühungen, Gaby Albers als Schulprecherin übernahm das Thema (Schüler)Verantwortung, Thomas Determann konnte aus seinen Praktikumserfahrungen berichten, Kathrin Müller hatte ihr Profil mit Hilfe von Berufsnavigator und BNW erarbeitet, Jürgen Sievers profitierte von der Kooperation unserer Schule mit den örtlichen Betrieben und Anna Thomann hatte schon einmal an einem Musical teilgenommen und vertrat die Kreativität.

Mit Baum und auswendig gelernten Texten ging es dann morgens um 10 Uhr auf den langen Weg nach Hannover.

 
 

v. l.: Herr Siemer (BBS Papenburg), Frau Korte, Patrick Schulte, Gaby Albers, Thomas Determann, Kai Niekamp, Jürgen Sievers, Herr Kobus, Frau Kobus, Kathrin Müller, Anna Thomann, Herr Schröder, Herr Stüker (Elternvertreter) Foto: Herr Schepers

 
 
Vor dem Leibnizhaus
 
 

Während der spannenden Preisverleihung durch den Vertreter des niedersächsischen Kultusministers Herrn ter Horst wurde dann noch einmal richtig gezittert. Als dann tatsächlich die Plätze 10 - 4 verkündet waren und der Name Schule Börgermoor noch immer nicht gefallen war, spürte man es förmlich Knistern. Platz 3 geht an - Hasbergen. Wir waren also schon Zweiter. Und dabei sollte es dann auch bleiben. Platz 2 und 3500 Euro Preisgeld. Ein Riesenerfolg für unsere kleine Schule. PLatz 1 ging übrigens an die GTS 2001 Syke und nach deren Präsentation war uns auch klar, warum. Sie waren halt doch noch einen Deut besser als wir. Sie konnten ihren Schülern allein schon in der Schule durch ihr besseres Fachräumeangebot einfach mehr Praxisanteile bieten als wir, waren sehr aktiv auf dem Gebiet "Jugend forscht" und versorgten sich gar selbst mit einer eigenen Solarenergieanlage.

Im Anschluss daran dann die Präsentation unserer Schule, die durch ihren besonderen Charakter anscheinend auch dem Publikum gefiel, denn ein großer Applaus stand am Ende dieses ereignisreichen Tages.

 

 
   
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