| Die
Realschule auf Klassenfahrt - 4 Tage in der DJH Bad Iburg - |
12.03.2005 |
|
Der Realschulzweig Börgermoor von der Realschule Esterwegen hat gleich im ersten Jahr seines Bestehens mit den zum Schuljahr 2004/05 eingerichteten Klassen 6 und 7 eine Klassenfahrt veranstaltet. Ziel der Reise war die Jugendherberge in Bad Iburg, die die früheren Börgermoorer O-Stufen-Schüler schon oft angefahren haben. Herbergsvater Schmidt machte diesen kurzfristig geplanten Besuch möglich, normalerweise muss man den Aufenthalt gut ein Jahr vor Reiseantritt buchen. Termin der Abfahrt war der 08. März. Natürlich war man sich bewusst, dass es um diese Zeit noch recht kühl sein könnte. Allerdings wurde man vom späten Wintereinbruch in Norddeutschland richtig überrascht und sollte in ein verschneites Bad Iburg ankommen. Aber zunächst wurden am Dienstagmorgen durch unseren altbewährten Fahrer Karl unsere Schüler in den Reisebus der Firma Sebers aus Börger eingeladen und das Museum zur Varusschlacht in Kalkriese angefahren. Dort erfuhren die Klassen von den Heldentaten des Germanen Arminius, der dem römischen Feldherrn Varus in der berühmten Schlacht im Teutoburger Wald eine vernichtende Niederlage beibringen konnte. Die Schüler der Klasse 6 selbst hatten Gelegenheit, die Taktik der Germanen auszuprobieren und im Kriegsspiel die Römer - gespielt von den Schülern der Klasse 7 - zu besiegen. Nach der "Varusschlacht" war die Osnabrücker Innenstadt das nächste Ziel. Da es zudem gegen Mittag angefahren wurde, hatten die Schüler Gelegenheit, sich um das leibliche Wohl zu kümmern. Natürlich war für viele die amerikanische Hamburger-Kette Anlaufpunkt, aber es sollen auch Döner-Buden belagert worden sein. Gegen 15.30 Uhr war man dann endlich in der Jugendherberge. Herbergsvater Schmidt hatte die Kinder sehr schnell auf die 6-Bett-Zimmer verteilt, und bis zum warmen Abendessen war man mit mit dem Beziehen der Betten und dem Auspacken der Koffer beschäftigt. Schnell stellte sich heraus, wer schon einmal zu Hause üben durfte und wer diese Tätigkeiten zum ersten Mal in seinem Leben machte. Aber diese Unerfahrenen wurden von den Lehrern (Frau Weerts, Herr Sandmann, Herr Schröder) oder von den erfahrenen Mitschülern eingewiesen und pünktlich traf man sich im Versammlungsraum zum ersten Abendessen. Nach dem Essen hatten die Schüler Gelegenheit, die nähere Umgebung zu erkunden. Postkästen wurden gesucht und gefunden und die ersten Ansichtskarten verschickt. Andere machten einen Abstieg zum nahegelegenen Bach, wieder andere entdeckten schnell die Gesellschaftspiele und waren bis zum Zapfenstreich um 22 Uhr mit Kartenspiel, Brettspielen oder Tischfußball beschäftigt. Dass danach natürlich nicht sofort eingeschlafen werden konnte, war selbstverständlich. Aber irgendwann so gegen Mitternacht war dann doch endlich Ruhe. Ein Zimmer allerdings konnte selbst um 3 Uhr morgens die Augen und vor allem den Mund immer noch nicht schließen. Und weil sie es mit der Lautstärke so übertrieben, dass die begleitenden Lehrer um ihre verdiente Nachtruhe gebracht wurden, war der Küchendienst für den kompletten nächsten Tag gesichert und das Recht verwirkt, am nächsten Abend die Championsleague (Arsenal London gegen Bayern München) zu sehen. Am Mittwoch Morgen wurde nach dem Frühstück die Bad Iburger City angesteuert und erkundet. Dann traf man sich am Schloss mit zwei Fremdenführern, die auf spannende Art und Weise die Geschichte des Schlosses erzählten und Kirche, Saal Gogericht und Gefängnis vorstellten. Vor allem die dunklen Verliese waren sehr beeindruckend und die Kinder schauderten bei dem Gedanken, dass hier Menschen über Monate und Jahre bei völliger Dunkelheit gefangen gehalten wurden. Nach dem guten Mittagessen dann sollte der gefürchtete Dörenberg erklommen werden. Auch für die erfahrenen Lehrpersonen war es ein besonderes Erlebnis, dieses bei einer dichten Schneedecke zu tun. Auch wenn es einigen nicht leicht fiel (Matthias hatte sein Bein verletzt, Björn nicht das richtige Schuhwerk) waren doch alle stolz wie Oskar, als der Gipfel und somit auch der Aussichtsturm erreicht wurde. Eine hervorragende Sicht in das weite Osnabrücker Land entschädigte für den mühsamen Anstieg, und trotz aller Strapazen ließ es sich doch niemand nehmen, die vielen Stufen des Aussichtsturmes bis nach oben auch noch zu meistern. Der Rückweg zur Jugendherberge sollte dann nicht leichter werden, denn der inzwischen auch in Surwold berühmte Zickzackweg war stellenweise äußerst glatt, und man musste schon ein gutes Gleichgewichtsgefühl aufbringen, um ohne Sturz diesen steilen Abstieg zu bewältigen. Der Donnerstag dann wurde von der Stadtrallye durch Bad Iburg geprägt. In der Mittagspause musste zudem ein Quiz gelöst werden, und der Nachmittag dann wurde mit Siegerehrung und Preisverleihung ausgefüllt. Sieger wurde übrigens die Vierergruppe "Die fetten Brötchen" mit Steffen, Nicolas, Lena und Annika. Das Abendessen wurde im Anschluss sehnsüchtig erwartet, denn danach war Disco angesagt. Und diese Disco dann erwies sich als ein richtiges highlight. Selbst Frauu Weerts war erstaunt, wie sogar unsere Jungen auf der Tanzfläche nicht zu bremsen waren und bis um kurz vor 22 Uhr so richtig abgetanzt wurde. Und noch mehr erstaunt waren die Lehrer dann, dass trotz der aufgeheizten Atmosphäre so gegen 23 Uhr doch tatsächlich alles ruhig auf den Zimmern war. Der nächste Morgen dann ließ das erste Mal ein wenig Missstimmung aufkommen. Denn dass die Zimmer so sauber aufgeräumt werden mussten, damit hatte wohl niemand gerechnet. Und der Umgang mit Besen und Kehrblech war für viele schlimmer als die schwerste Mathearbeit. Trotzdem war es dann endlich geschafft. Der Bus wartete schon, und ab ging es nach Ibbenbüren zum Aaseebad. Dort wurde noch einmal die große Rutsche, das Wellenbad und der Sprungturm ausgiebig getestet, bevor dann nach Pommes rot oder Pommes weiß plus Cola, Fanta oder Sprite die Heimreise angetreten wurde. Pünktlich um kurz vor 15 Uhr hatte Busfahrer Karl dann wieder Börgerwald und kurz darauf Börgermoor sicher erreicht, wo die Eltern schon gespannt darauf warteten, was ihre Kinder nach 4 Tagen außer Haus zu berichten hatten. (sö)
weitere
Links:
|
||