| Schüler
und Lehrer der Schule Börgermoor beim Bundespräsidenten in Berlin |
12.05.2007 |
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Ehrung von Deutschlands besten Schulen mit Hauptschulabschluss - |
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Eingeladen wurden drei Schüler und zwei Lehrer der Schule Börgermoor, die am 09. Mai die Reise nach Berlin antreten durften. Die Wahl fiel auf Tanja Niemann, Sven Lembeck und André Eichhorn aus der Klasse 9 und auf Konrektorin Monika Rüter und den Lehrer Wilhelm Schröder. Mit großem Gepäck ging es dann am frühen Morgen per Zug über Rheine, Osnabrück und Wolfsburg mit dem Intercity in die Bundeshauptstadt. |
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![]() Die Börgermoorer Delegation vor der Abfahrt am Papenburger Bahnhof Frau Rüter (o. li.), Tanja Niemann (o. mi.), Herr Schröder (o. re.), André Eichhorn (u. li.) u. Sven Lembeck (u. re.) |
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Am frühen Nachmittag erreichte man den neuen Berliner Hauptbahnhof, wo ein Stiftungsmitarbeiter auf die Reisenden wartete und ihnen Freifahrtscheine für die Berliner Verkehrsbetriebe für die Zeit ihres Aufenthaltes in der Hauptstadt überreichte. Per S-Bahn und Tram ging es dann in das für alle Teilnehmer reservierte 4-Sterne Hotel in der Nähe des Alexanderplatzes. |
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![]() Warten auf die Tram |
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Doch
lange konnte man sich in den komfortablen 2-Bett-Zimmern nicht aufhalten.
Nach einem Imbiss warteten schon die Busse auf die ungefähr 150 Schüler
für eine erlebnisreiche Stadtrundfahrt. Die Lehrer fuhren in der
Zwischenzeit in das Haus der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände
direkt an der Spree. Dort durften sie im Rahmen einer Ausstellung ihre
Schule mit mitgebrachtem Material präsentieren. |
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![]() Frau Rüter (vo. re.) gibt unserer Präsentaion im Haus der BDA den letzten Schliff |
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Nach Kaffee und Kuchen ging es dann in die oberen Etagen in eine sogenannte
Netzkonferenz, wo Professor Dr. Prenzel vom Institut für Pädagogik
der Universität Kiel zum Thema „Was kann die Hauptschule aus
PISA lernen?“ referierte. In einer anschließenden Diskussionsrunde
gab es Gelegenheit, Fragen zu diesem Thema zu stellen. Die eingeplanten
90 Minuten erwiesen sich jedoch als viel zu kurz für dieses komplexe
Thema. Viele Fragen blieben offen. Nach dem Abendessen im Hotel hatten dann alle Teilnehmer einen freien Abend, den die Lehrer und Schüler aus Börgermoor zu einem gemeinsamen ausgedehnten Spaziergang zum Alexanderplatz nutzten. |
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![]() Abendessen im NH-Hotel ![]() Abendspaziergang in Berlin |
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Am
nächsten Morgen wurde die extra für den Empfang beim Bundespräsidenten
mitgebrachte Kleidung ausgepackt. Schon um 6.30 Uhr saßen alle ein
wenig nervös im Frühstücksraum und bekamen so richtig keinen
Bissen runter. Um 8.45 Uhr dann fuhren die Teilnehmer mit Bussen in das
Schloss Bellevue, den Amtssitz des Bundespräsidenten. Bevor man jedoch
eingelassen wurde, überprüften streng dreinblickende Polizisten
die mitgebrachten Ausweise. Anschließend musste jeder Teilnehmer
eine Sicherheitsschleuse passieren, nicht ohne vorher alle mitgebrachten
metallischen Teile (Geld, Kamera etc.) in eine Box zu legen, die dann
noch einmal besonders geröntgt wurden. |
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test
Sicherheitsüberprüfung durch Beamte vor dem Schloss Bellevue André (li.) und Sven (in blau) nach Durchlaufen der Sicherheitsschleuse |
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Erst
danach durften die Lehrer und Schüler sich in das Schloss begeben.
Natürlich haben fast alle Schulen die Gelegenheit genutzt, bei herrlichem
Wetter ein Gruppenfoto vor diesem wunderschönen Gebäude zu machen,
wobei eine Gruppe der anderen dabei behilflich war. |
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Vor dem Schloss Bellevue |
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Am
Eingang des Schlosses mussten dann alle Besucher noch einmal Sicherheitsbeamte
passieren, ehe sie sich in den unteren Räumen umsehen durften. Kurz
darauf ging es dann in einen großen Saal in der ersten Etage, wo
schon gut 50 Pressevertreter mit ihren Fernsehkameras und riesigen Fotoapparaten
Aufstellung genommen hatten. Pünktlich um 11 Uhr dann erhoben sich
alle Gäste, als der Bundespräsident mit seiner Frau den Saal
betrat. Horst Köhler begrüßte im einsetzenden Blitzlichtgewitter
alle Anwesenden und hielt dann eine beeindruckende Rede zur Situation
der Hauptschulen in Deutschland (Originalrede). |
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![]() Der Bundespräsident hält die Laudatio |
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Im
Anschluss erfolgte die Ehrung der besten Schulen Deutschlands. Der erste
Preis – dotiert mit 15.000 Euro – ging an die Möhnesee-Schule
aus Nordrhein-Westfalen, Platz 2 (10.000 Euro) erhielt die Hauptschule
Weinbergerstraße in Neumarkt (Bayern) und mit Platz 3 (5.000 Euro)
wurde die Grund- und Hauptschule Schafflund aus Schleswig-Holstein ausgezeichnet.
Der niedersächsische Landessieger, die Carl-Stahmer-Hauptschule in
Georgsmarienhütte, landete bei der Jury auf einen stolzen 5. Platz. Nach der Verleihung besuchte der Bundespräsident mit seiner Frau die vorbereiteten Infostände der drei Siegerschulen und hatte Zeit für jeweils gut 10 Minuten Gespräch mit deren Lehrern und Schülern. |
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![]() Bundespräsident Köhler mit seiner Frau |
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Nachdem er sein letztes offizielles Gespräch abgeschlossen hatte,
wagte sich der Börgermoorer Schüler Sven Lembeck an seine Seite
und äußerte den Wunsch nach einem gemeinsamen Foto. Der Bundespräsident
bat ihn, noch ein wenig zu warten, da er zunächst noch ein weiteres
Gespräch führen wolle. Und tatsächlich, gut fünf Minuten
später fragte er, wo denn der Schüler mit dem Fotowunsch geblieben
sei. Dann bat er dessen Lehrer und Mitschüler dazu, beauftragte einen
Sicherheitsbeamten die Kamera des Lehrers zu bedienen und ließ sich
und seine Frau mit der kompletten Gruppe aus Börgermoor ablichten. |
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![]() Das Highlight: Der Bundespräsident und Frau Köhler haben Zeit für die Emsländer |
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In
einem kurzen anschließenden Gespräch erkundigte er sich, mit
welcher Schule er es zu tun habe und aus welchem Bundesland sie komme.
Er wollte zudem von den Schülern wissen, ob sie ihre Schule gern
besuchen und bei den Lehrern informierte er sich, ob sie bei ihrer Arbeit
genügend Unterstützung fänden. Dann verabschiedete er sich
von der Börgermoorer Abordnung per Handschlag und wünschte den
Lehrern viel Geschick und Motivation in ihrem seiner Meinung nach so wichtigen
Job. |
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![]() Frau Rüter (re.) im Gespräch mit Herrn und Frau Köhler |
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Von
Schloss Bellevue aus wurden die Schüler mit Bussen in verschiedene
vorbereitete Workshops gefahren, wo sie in gut vier Stunden Vorbereitung
ein Programm für den geplanten bunten Abend erarbeiten sollten. Sie
wurden dabei von Profis unterstützt, wie z.B. von dem bekannten Schauspieler
Ole Tillmann, oder von einer Berliner DJ-Legende, von einem Rapper, von
Filmern und Fotografen. Die Börgermoorer Schüler waren dem Workshop
Fotografie zugeteilt worden und hatten den Auftrag, mit einer Kamera typische
aber weniger bekannte Berliner Motive zu finden und zu einer Fotoshow
zusammen zu stellen.
Die
Lehrer fuhren wieder in das Gebäude der BDA, wo für den Nachmittag
ein vorbereitetes Lernkarussell auf sie wartete und sie an sechs verschiedenen
Stationen Anregungen für einen erfolgreichen Hauptschulunterricht
bekamen. Dabei kam in den jeweiligen Runden auch das Gespräch untereinander
nicht zu kurz, und man stellte schnell fest, dass es doch erhebliche Unterschiede
in den einzelnen Bundesländern hinsichtlich der Probleme bei der
Arbeit an den Hauptschulen gibt. Doch gerade dieser Nachmittag wurde von
allen als zwar anstrengend jedoch sehr effektiv empfunden. |
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![]() Die Schüler gestalten den "Bunten Abend" ![]() Tanja trifft GZSZ-Star Ole Tillmann |
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Schon
früh am nächsten Morgen klingelte dann wieder Wecker. Die Koffer
wurden gepackt und nach dem Frühstück hieß es dann Abschied
nehmen von vielen neuen Freunden. |
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![]() Neue Freunde gefunden: Tanja, André und Sven mit Diego (u. re.) und seiner Truppe |
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Die
Börgermoorer Delegation hatte noch gut 2 Stunden bis zur Abfahrt
ihres Zuges. Diese Zeit wurde genutzt, den Reichstag zu besuchen –
auch wenn die Zeit für einen Gang unter der Kuppel nicht mehr ausreichte.
Letzte Fotos vor dem neuen Kanzleramt, an der Spree und vor dem neuen
Bahnhof schlossen den Berlinbesuch dann ab. Hastig wurden in dem hochmodernen
pulsierenden Hauptbahnhof noch ein paar Souvenirs gekauft, dann wurde
es auch schon Zeit, die reservierten Plätze im Intercity einzunehmen. |
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![]() Vor dem Reichstag Vor dem Bundeskanzleramt Sven (li) und André (re) vor dem neuen Hauptbahnhof |
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Pünktlich
um 16.42 Uhr dann traf man erschöpft und von den Strapazen der Reise
gezeichnet in Papenburg ein, wo die Eltern ihre dennoch völlig begeisterten
Kinder wieder in Empfang nehmen konnten. Ein wahrscheinlich so schnell
nicht wiederkehrendes besonderes Ereignis war zu Ende und wird für
die Teilnehmer ein unvergessenes Highlight ihrer Schulzeit bleiben. (Sö) |
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