zurück zur Übersicht
Der Märchenerzähler in der Schule Börgermoor
04.10.2006
     
 
Es war einmal ... so beginnen alle Märchen. Und so begann auch der Märchenerzähler, der am 04. Oktober in unserer Schule in Börgermoor zu Besuch war. Er erzählte den Jungen und Mädchen der Klassen 5 und 6 der Haupt- und Realschule die interessantesten Märchen aus aller Welt. Eines handelte von einem Indianer im südamerikanischen Regenwald, ein anderes erzählte von einem hässlichen Hund und einem Mädchen. Es stammte aus England und erinnerte an Märchen, die wir alle kennen, wie z.B. „Der Froschkönig“ oder „Die schöne und das Biest“. Denn auch in diesem Märchen entpuppte sich das hässliche Wesen am Ende als wunderschöner Prinz.


 
 


 
 
Da es im Märchen oft üblich ist, Menschen auf die Probe zu stellen, sollten auch unsere Schüler einer äußerst schweren Belastung ausgesetzt werden. So bekamen sie vom Märchenerzähler die fast unlösbare Aufgabe, während seines Vortrages absolut kein Wort zu reden. Das hörte sich für unsere Schüler zunächst ganz einfach an, und sie waren natürlich auch davon überzeugt, dass sie die Probe bestehen würden. Doch schon bald merkten sie, wie raffiniert der Märchenerzähler versuchte, ihnen eine Falle zu stellen. So erzählte ein Märchen, das von zwei Riesen handelte, die jeweils auf einer Seite eines Berges wohnten und sich noch nie gesehen hatten und die es durch lauter seltsamer Begebenheiten auch nicht schaffen sollten, sich jemals zu sehen. Und plötzlich, aus heiterem Himmel und für alle völlig unerwartet stellte er ganz harmlos eine Frage zu dem soeben Erzählten. Diese verlockten durch die geschickte Art des Erzählers natürlich sehr dazu, etwas zu sagen. Doch unsere aufmerksamen Schüler ließen sich trotz aller Tricks und verzweifelter Anstrengungen des Märchenerzählers nicht von ihm hereinlegen und antworteten ihm ganz geschickt nur durch Mimik und Gestik. Schließlich musste der Märchenerzähler sich geschlagen geben und zugeben, dass er es mit einer wirklich hervorragend mitdenkenden Gruppe von Schülern zu tun gehabt hatte. Er war davon so begeistert, dass er am Ende den Gewinnern die Gelegenheit gab, ihm, dem Märchenerzähler, Fragen zu stellen. So erfuhren unsere Schüler unter anderem, dass er 50 bis 60 Märchen erzählen kann, die zwischen 5 und 45 Minuten lang sind.

 
 
 
 


Und als zusätzliche Belohnung gab es schließlich eine weitere Kostprobe seiner außergewöhnlichen Erzählkunst: in 5 Minuten lernten die Kinder ein Märchen aus China kennen, bevor er sich dann endgültig von ihnen verabschiedete. Und wenn seine Märchen nicht gestorben sind (und Märchen sterben nie), so sehen wir ihn sicher im nächsten Jahr wieder. (H. Kutz)